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BLOG vom 06.11.2018


Leben ohne Angst und Panik

Autorin: Ruth Merten, Neukirchen-Vluyn (Niederrhein)

 


 

Nach einem schweren Trauma kenne ich kein Leben ohne Angst.
Unnatürliche Angst ist ein Grundgefühl für mich, neben
anderen, wie z.B. Verzweiflung.
Das sich ein bisschen etwas ändert, ist noch ganz ungewohnt.
Und es ist zweigeteilt. Wenn ich ganz viel Angst habe, ist
es nicht möglich, dass ich mir sage, du brauchst keine Angst zu haben.

Es war ganz am Anfang sehr, sehr schwer, mich überhaupt aus der
Erstarrung zu lösen, mich zu bewegen, Sachen zu tun, über die andere
wohl gar nicht nachdenken.

Ja, ein bisschen daraus gekämpft habe ich mich. Eine Ahnung, was
wieder frei sein bedeuten könnte.

Es ist vorbei von außen gesehen, man sieht mir nichts mehr an, ich
habe Fortschritte gemacht, aber immer die Frage ist es wirklich vorbei.

So lange ich auf so eine Art um so vieles kämpfen muss
über das viele Andere nicht nachdenken, weil es so selbstverständlich 
für sie ist, ist es nicht vorbei.

So lange es Dinge sind, bei denen ich nur etwas andeuten brauche,
dass andere Menschen dann zurückweichen, so lange ich aus diesem
Grund schweige ist es nicht vorbei.

Leben was ist das nur auf dieser Welt, die ich nicht mehr verstehe?
Nur ganz mühsam nach und nach versuche ich sie wieder ein wenig
zu begreifen, doch es ist so schwer.
Ich muss ganz mühsam alles wieder lernen, ich höre und verstehe
und höre und verstehe doch nicht.

Warum nur, warum "das frage ich mich ganz oft und dahinter
stehen ganz unterschiedliche Gedanken, die mich oft sehr traurig
machen und für mich gibt es keine Antworten darauf.

Warum hören nur so Wenige zu, auch wenn sie es nicht verstehen
werden, warum ein Leben mit Angst und Panik. Warum glauben uns
nur so Wenige nur weil man es nicht sieht.

Warum lügen wir, wenn wir reden? Sagen wir nur die Wahrheit,
wenn wir schweigen aber wie sollte das gehen.

Wenn mir doch fast keiner zuhören will und es allen lieber wäre, ich
würde schweigen, obwohl ich auf dem Weg bin sie zu verstehen und
zu verzeihen, nur was wir selber erleben können wir begreifen, was
mache ich dann?

Ich habe mich aus dieser Erstarrung befreit, meine Gefühle wieder
gefunden, denn sie sind meine Augen mit denen ich mich und die
Welt sehe und Verständnis für Menschen dessen Seele krank ist.

Es gibt immer Hoffnung, wenn wir nicht aufgeben an uns zu glauben.

 


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