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BLOG vom 04.04.2007


Reaktionen auf Blogs (55): Auf Kreuzfahrt statt ins Altersheim?
Präsentation der Leserpost: Walter Hess, Biberstein CH (Textatelier.com)
 
Mit der Frage „Sind Altersheime eine Fehlkonstruktion?“ habe ich mich im Blog vom 4.1.2005 befasst, weil ich die Ansicht vertrete, dass sich nicht pflegebedürftige Menschen eigentlich selbst versorgen sollten, um fit und beweglich zu bleiben und eine erfüllende Aufgabe zu haben. Mit dem vielen eingesparten Geld kann man nötigenfalls immer noch Hilfskräfte engagieren.
 
Katrin Lorenz (E-Mail: katrin.lorenz@ewetel.net) hat dieses Blog gelesen und geschrieben:
 
Sehr guter Beitrag!
 
Frau Lorenz hat mir dazu den Text eines unbekannten Autors zugestellt, der im Internet zirkuliert und den ich zum Vergnügen unserer Nutzer gern weitergebe:
 
Ich will nie ins Altersheim!
Ich hab soeben beschlossen: „Ich will nie ins Altersheim!“
 
Wenn ich einmal in später Zukunft alt und klapprig bin, werde ich bestimmt nicht ins Altersheim gehen, sondern auf ein Kreuzfahrtschiff. Die Gründe dafür hat mir unsere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt geliefert: „Die durchschnittlichen Kosten für ein Altersheim betragen 200 EUR pro Tag.“
 
Ich habe eine Reservierung für das Kreuzfahrtschiff „Aida“ geprüft und muss für eine Langzeitreise als Rentner oder Rentnerin 135 EUR pro Tag zahlen (kein Witz).
 
Nach Adam Riese bleiben mir dann noch 65 EUR pro Tag übrig.
 
Ich habe mindestens 10 freie Mahlzeiten, wenn ich in eines der Bordrestaurants wackele oder mir das Essen vom Roomservice auf das Zimmer, also in die Kabine, bringen lasse. Das heisst in anderen Worten: Ich kann jeden Tag der Woche mein Frühstück im Bett einnehmen.
 
Die „Aida“ hat 3 Swimmingpools, einen Fitnessraum, freie Benutzung von Waschmaschine und Trockner und sogar jeden Abend Shows. Es gibt auf dem Schiff kostenlos Zahnpasta, Rasierer, Seife und Shampoo.
 
Das Personal behandelt mich wie einen Kunden, nicht wie einen Patienten. Für 15 € Trinkgeld extra pro Tag lesen mir die Stewards jeden Wunsch von den Augen ab.
 
Alle 8 bis 14 Tage lerne ich neue Leute kennen.
 
Fernseher defekt? Glühbirne kaputt? Die Bettmatratze ist zu hart oder zu weich? Kein Problem, das Personal wechselt es kostenlos aus und bedankt sich für mein Verständnis.
 
Frische Bettwäsche und Handtücher jeden Tag sind selbstverständlich, und ich muss nicht einmal danach fragen. Wenn ich im Altersheim hinfalle und mir eine Rippe breche, komme ich ins Krankenhaus und muss gemäss der neuen Krankenkassenreform täglich dick draufzahlen. Auf der „Aida“ aber bekomme ich für den Rest der Reise eine Suite und werde vom Bordarzt kostenlos behandelt.
 
Ich habe noch von keinem Fall gehört, bei dem zahlende Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes vom Personal bedrängt oder gar misshandelt worden wären. Auf Pflegeheime trifft das nicht im gleichen Umfang zu.
 
Nun das Beste: Mit der „Aida“ kann ich nach Südamerika, Afrika, Australien, Japan, Asien ... wohin auch immer ich will.
 
Darum sucht mich in Zukunft nicht im Altersheim, sondern „just call shore to ship“. Auf der „Aida“ spare ich jeden Tag 50 EUR und muss nicht einmal mehr für meine Beerdigung ansparen. Mein letzter Wunsch ist dann nur: Werft mich einfach über die Reling. Das ist nämlich auch kostenlos.
 
PS.: Falls der eine oder andere schlaue Rechner bzw. die eine oder andere schlaue Rechnerin mit von der Partie sind, besetzen wir einfach den ganzen Kutter.
 
Die Lage der alten Menschen in Deutschland
So weit die schöne Geschichte von der immerwährenden Kreuzfahrt ohne Sorgen. Katrin Lorenz kommentierte zum Alterungsprozess als solchem und zur diesbezüglichen Lage in Deutschland:
 
Auch in Deutschland wurde von einem jungen Politiker schon mal geäussert, die Alten sollten den Löffel abgeben. Als ich vor 20 Jahren im Kindergarten arbeitete, sagten die Kleinkinder Tante Katrin zu mir. Das war die übliche Anrede. Die Kolleginnen, die damals mit 60 in Rente gingen, waren nervlich fertig, denn 20 kleine Kinder auf einem Haufen machen viel Geschrei. Ich arbeite nicht mehr in diesem Beruf, stelle mir aber vor, wie die Kleinen mich dort kurz vor der Rente Oma Katrin rufen würden. Mittags, wenn die Kinder Mittagsruhe halten sollen, würde ich dann mit den Kleinen vor Erschöpfung in einen Tiefschlaf fallen.
 
Nun soll das Rentenalter auf 67 Jahre raufgesetzt werden. Die Kinder mag ich nach wie vor; es gibt aber Berufe, die man einfach nicht bis 67 ausüben kann. Die Politiker sollten selber mal arbeiten (ausser zu schwafeln), möglichst 4 Wochen am Hochofen, dann wüssten sie, dass der Betrug am alten Menschen nur zu offensichtlich ist. In Deutschland zählt man nur, so lange man in Kassen einzahlt, verlangt man was von der BFA (Rentenkasse) oder Krankenkasse, wird erst mal abgelehnt.
 
Mit 65 erkranken die Menschen im Durchschnitt an Krebs – kein Wunder bei der Verseuchung der Umwelt bis hin zu den gespritzten Gemüsen. Der Politik kommt das zugute, denn so müssen die Alten endlich den Löffel abgeben.
 
Also, Mensch, sei schlau und lese Bücher, wie man sich fit halten kann, zum Beispiel die von Hademar Bankhofer („Schlauer Kopf und gute Nerven“; dieses Buch erklärt, was man für das Gehirn und die Schlaganfallvorbeugung machen kann). Auch wenn man nicht weiss, was man jemanden zum 50. oder 60. Geburtstag schenken soll, ist es eine gute Idee, Bücher zu schenken, die erklären, wie man gesund alt werden kann. Ein weiteres gutes Buch ist: „Geistig jung bleiben bis ins hohe Alter“ von Norbert Messing ISBN: 3-927124-06-0.
Katrin Lorenz
 
Meinungs- und Pressefreiheit in Gefahr
Zur Bewahrung der geistigen Fitness gehört zweifellos auch, dass man sich für die politischen und gesellschaftlichen Vorgänge interessiert und daran mit der gebührenden Kritik befasst, wie das Martin Eitel (E-Mail: m.eitel@gmx.net) immer wieder in kompetenter Weise tut. Zum Blog US-Zensur-Attacke, die danebenging und die brave SDA traf vom 25.3.2007 kommentierte er:
 
Ich denke, dass dies ein besonders krasser Vorgang ist, was das Problem Zensur betrifft.
 
Wir erleben aber unabhängig davon immer wieder, dass die Meinungs- und Pressefreiheit mehr oder weniger permanent in Gefahr ist. Viele Medien beziehen ihre Nachrichten von einer einzigen oder wenigen Agenturen, und dadurch werden Meldungen zu bestimmten Themen selektiert.
 
Wir erleben dies z. B. immer wieder bei medizinischen Themen. Hier wird vorrangig die sehr einseitige und häufig falsche Sichtweise der Pillendreher dargestellt, weil sich die von diesen als Sensationen verbreiteten Angaben auch als Nachrichten medienwirksam sehr gut verkaufen lassen. Die Nachricht verkommt damit zu einer ganz normalen Ware. Das ist auch der Grund, warum z. B. bei HIV/AIDS immer noch das völlig unsinnige Virengeschwätz unüberlegt in den Medien nachgebetet wird, obwohl schon lange feststeht, dass nichtvirale Ursachen entscheidend sind, aber die schwulen Drogenkonsumenten sind nicht bereit, ihren Lebensstil als Ursache anzuerkennen, wie auch viele chronisch Kranke nicht sehen wollen, dass Dr. Johann Georg Schnitzer Recht hat, wenn er darlegt, dass die überwiegende Zahl chronischer Krankheiten nicht unbeeinflussbares Schicksal ist, sondern auf Fehler oder Fehlverhalten des einzelnen Bürgers und/oder seiner Vorfahren zurückzuführen ist.
 
Ins Schleudern geraten
Auch beim Autofahren sollte man sich nicht einfach aufs Glück verlassen und unbesorgt drauflos fahren. Um in dieser Richtung Impulse zu geben, habe ich am 23.3.2007 von einem Weiterbildungskurs für Automobilisten berichtet: Driving Center Veltheim AG: Wo das Schleudern gefragt ist..
 
Rita Lorenzetti in Zürich (E-Mail: rita@lorenzetti) gefiel diese Arbeit:
 
Auch für eine nicht Auto fahrende Person ein ganz spannender Beitrag.
 
Aber mein in Asien lebender Bruder, der die automobilistische Schleudertechnik schon seit Jahren kennt, hätte mehr erwartet und mailte:
 
Vielleicht kannst Du Deinem Blog noch beifügen, dass Dein (viel) jüngerer Bruder allerdings nicht beeindruckt war – er hatte erwartet, dass Du nach Abschluss dieses Kurses 10–20 m vor dem Garagetor einen 180 Grad Powerslide machen und das Auto dann sanft rückwärts in die Garage rollen lassen würdest.
 
Interessierte Leser können an diesem Gratis-Kurs teilnehmen: http://www.autoblog.com/2006/06/17/video-perfecting-the-powerslide/
 
Ciao, Rolf
 
Die verehrten Nutzerinnen und Nutzer mögen diesen Link bitte anklicken, um zu sehen, worum es geht. Ich gebe unumwunden zu, dass ich es noch nicht so weit gebracht habe.
 
Brückenbauwerke und die Gegenwart
Ein netter Brief – diesmal mit Normalpost – ist von Renate Hommel, Buschkrugallee 31 A in D-12359 Berlin eingetroffen:
 
Dank rundum für alles aus Ihrer Werkstatt. Schaun’ Sie einmal ins Internet, wenn Sie mögen:
 
 
Auf dieser Webseite wird über Brückenbauwerke informiert.
 
Zudem lag dem Schreiben ein abgewandelter, überdruckter 100-Euro-Schein bei. Der Text darauf:
 
Ich bin in jedem Augenblick ganz gegenwärtig. Deine grösste Energie ist jetzt. Lass die Vergangenheit hinter Dir, lass Träume von der Zukunft los. Die Zukunft ist immer der nächste Moment, auf den Du genau jetzt Einfluss nimmst. Sei mit allen Deinen Gedanken ganz in der Gegenwart des Augenblicks und sei achtsam für das, was Du in diesem Moment tust. Wenn Du in der lebendigen Fülle der Gegenwart ruhst und ihren beglückenden Reichtum erlebst, wird Deine Zukunft natürlich Wohlstand sein.
 
Soweit der Rat, der gewiss mehr als 100 Euro wert ist.
 
Hinweis auf die bisher erschienenen „Reaktionen auf Blogs
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